Flügge

AMELIE LÖST SICH VON DER HEIMAT, UM MIT EINEM FLUGZEUG DAS UNBEKANNTE ANZUSTEUERN

1914. Amelie (20) wächst eingeengt von hohen Gipfeln in einem österreichischen Bergdorf auf. Ihr Vater Josef (55) tüftelt zu seiner Freude mit ihr an einem selbstgebauten Flugzeug. Dass Amelie davon träumt, eines Tages mit diesem zu fliegen und bei einer Flugschule zu lernen, stempelt er als leichtsinnigen Wunsch ab. Levente (35), der regelmäßig mit seinem eigenen Flugzeug aus weiter Ferne die Post bringt, sowie Alois (21), ein Freund von Amelie, geben ihr Aufwind. Während die Eltern sich ein sicheres Leben für ihre Tochter wünschen, und der Schatten des Krieges auf das Dorf fällt, muss Amelie loslassen, um ihren eigenen Weg zu fliegen.

Kernaussagen des Films:

Frauen in der Luftfahrt:
Kurzfilm erzählt die Geschichte einer jungen Pionierin in der frühen Luftfahrt.
Ziel: Würdigung und Anerkennung für alle Frauen in der Luftfahrt.

Gender Gleichstellung:
Betonung der problematischen Karriereungleichheiten und Vorurteile in der frühen Luftfahrt.
Pioniere als Inspiration zur Überwindung von Stereotypen und Ungerechtigkeiten.

Flugzeug als Symbol:
Kritische Auseinandersetzung mit dem Flugzeug als Symbol für Freiheit und Krieg (Blériot vs. Fokker).
Hinterfragung der Dualität des Flugzeugs als Mittel zur grenzenlosen Freiheit und als zerstörerisches Kriegswerkzeug.

Gesellschaftliche Diskurse:
Kritische Auseinandersetzung mit einer diskriminierenden und integrationsfeindlichen Gesellschaft.
Anregung zum Dialog über Parallelen zur heutigen Zeit, um Extremismus präventiv zu bekämpfen.

Frieden und Vielfalt:
Appell zur Prävention von Wiederholungen von Krieg und dessen zerstörerischem Ausmaß.
Stärkung eines friedlichen, vielfältigen Miteinanders durch kritischen Diskurs und offene Gesellschaft.

Mut und Offenheit:
Betonung des Muts zum Widerstand und zum Durchbrechen von Traditionen und Barrieren.
Vision einer Gesellschaft, die Neugierde zeigt und keine Angst vor dem Unbekannten hat.

Lernen aus der Geschichte:
Appell, nicht wegzuschauen, sondern aus vergangenen Ereignissen zu lernen.
Fokus auf der Notwendigkeit, sich gegen wiederholende negative Muster zu engagieren und mutig neue Wege zu gehen.

Was hat uns dazu bewogen, einen Film zu diesem Thema zu machen:

Unsere Entscheidung, diesen Film zu produzieren, basiert auf der tiefen Verpflichtung, die Unterdrückung von weiblichen Pionieren in der frühen Luftfahrt und die Notwendigkeit der Gleichstellung aller Frauen in der Gesellschaft herauszustellen. Durch die Fokussierung auf dieses historische Thema möchten wir ein Bewusstsein schaffen für die Barrieren, denen weibliche Pioniere in der Luftfahrt gegenüberstanden, und gleichzeitig einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über Geschlechtergleichstellung leisten.

Ein zentrales Motiv des Films ist die Auseinandersetzung mit der Art und Weise, wie Menschen mit neuem, komfortzonenverlassendem Gedankengut umgehen. Wir möchten die Dynamiken und Herausforderungen beleuchten, die mit dem Aufbrechen traditioneller Denkmuster und der Akzeptanz von Veränderungen einhergehen. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie eine Gesellschaft mit Innovation und Fortschritt umgeht.

Der Mut von Pionieren, insbesondere von Frauen, steht im Zentrum unserer Erzählung und dient als Inspirationsquelle für junge Menschen. Durch ihre Entschlossenheit und ihren Tatendrang möchten wir eine Botschaft des Empowerments senden, die Mut macht, etablierte Normen zu hinterfragen und eigene Träume zu verwirklichen.

Das Flugzeug, als zentrales Symbol im Film, wird als ambivalentes Element betrachtet – einerseits als Mittel zur scheinbar grenzenlosen Freiheit und andererseits als Instrument der Zerstörung im Krieg. Das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Aspekten fasziniert uns und bietet Raum für eine tiefgründige Reflexion über die Dualität menschlicher Erfindungen und ihrer Auswirkungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Folgen eines Krieges für die Gesellschaft, wobei wir uns besonders auf das Verschließen der Menschen vor dem Krieg und das regelrechte Negieren dieser bedeutsamen Realität konzentrieren. Durch die Darstellung dieser emotionalen Aspekte möchten wir die Zuschauer zum Nachdenken über die Auswirkungen von Kriegen auf die Gesellschaft anregen.

Schließlich soll die distanzierte Auseinandersetzung mit den genannten Themen eine Grundlage für eine wichtige Frage legen: Was können wir aus der Vergangenheit lernen, und wie können wir diese Erkenntnisse nutzen, um eine inklusivere und gerechtere Zukunft zu gestalten? Der Film lädt dazu ein, über die Geschichte nachzudenken, um wertvolle Lehren für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft zu ziehen.

Wer und wie viele Personen waren an der Produktion beteiligt und wie lang hat die Produktion (Planung, Dreh und Nachbearbeitung) gedauert?

Castliste:

AMELIE – Elena Franke
LEVENTE – Jakob Maximilian
ALOIS – Julian Falzone
ANNE-MARIE – Barbara Maria Messner
JOSEF – George Lenz
JÄGER – Claus Peter Seifert
+ 10 Näherinnen
+ 5 Dorfbewohnerinnen
21 Personen, 26 (inklusive Team-Mitglieder, die als Komparsen eingesprungen sind) vor der Kamera.
47 Personen hinter der Kamera.
Insgesamt (Stand jetzt; unser Titel-Designer, weitere Ton-Post-Mitwirkende, zahlreiche VFX-Artists, sowie die Color Graderin/der Color Grader fehlen derzeit noch): 68 Personen vor und hinter Kamera, in der Postproduktion.

Planung: 19.10.2022 – 17.09.2023 (Vom ersten Gespräch bis zum Dreh)
Dreh: 18.09.2023 – 29.09.2023 (Hauptdreh, planmäßig bis zum 30.09.2023) + 11. und 12.11.2023 (ausfall-bedingter Nachdreh)
Nachbearbeitung: 13.10.2023 – voraussichtlich 01.05.2024

Was waren für dich die größten Herausforderungen bei der Produktion?

Die Produktion unseres Films stellte uns vor zahlreiche herausfordernde Aspekte, die wir mit Hingabe und Kreativität bewältigen mussten. Das historische Setting im Jahr 1914 erforderte akribische Detailarbeit in den Bereichen Kostüm, Maske, Ausstattung und Motivauswahl. Die Herausforderung bestand darin, eine authentische Atmosphäre zu schaffen und gleichzeitig die historischen Gegebenheiten präzise zu reflektieren.

Ein besonderes Highlight und gleichzeitig eine bedeutende Herausforderung war der Bau eines lebensgroßen historischen Pionier-Flugzeugs. Dies erforderte nicht nur handwerkliches Geschick unseres Bau-Teams, sondern auch eine intensive Recherche, um die Originalität und Authentizität des Flugzeugs sicherzustellen.

Der Hauptdreh, der über zwei Wochen an acht verschiedenen Motiven in Deutschland und Österreich stattfand, stellte einen großen logistischen Aufwand dar. Die Koordination zwischen den unterschiedlichen Drehorten erforderte präzise Planung und ein gut eingespieltes Team, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Die Entscheidung, einen Teil der Produktion nach Österreich zu verlagern, brachte eine weitere Ebene der Komplexität mit sich. Die Organisation von Unterkünften und die Vollversorgung für ein 30-köpfiges Team erforderten eine sorgfältige Planung und Abstimmung, um den reibungslosen Ablauf während des Drehs sicherzustellen.

Leider wurde die Produktion durch einen unvorhersehbaren Rückschlag beeinträchtigt. Der Corona-bedingte Ausfall am letzten Drehtag des Hauptdrehs in Österreich zwang uns zu einer kostspieligen Nachdreh-Situation. Dies erforderte nicht nur zusätzliche finanzielle Mittel, sondern auch erneute organisatorische Anstrengungen, um die Qualität des Films trotz dieser unerwarteten Wendung sicherzustellen.

Was waren deine Highlights bei der Produktion?

Unsere Filmproduktion war von einzigartigen Highlights geprägt, die das Team zu einer eingeschworenen Einheit formten. Der unvergessliche Dreh in Österreich trug maßgeblich dazu bei, dass das Team in dieser intensiven Zeit noch enger zusammenwuchs. Die gemeinsamen Erfahrungen schufen eine unvergleichliche Atmosphäre, die sich positiv auf die Zusammenarbeit und den Spirit auswirkte.

Vielen Dank, dass ihr uns auf unserem Weg bisher so gut unterstützt habt. Wir wissen das sehr zu schätzen und hoffen, dass die Bilder und ersten Eindrücke für sich sprechen.

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